Die Eishockey Geschichte aus Krefeld
Die Eishockeygeschichte in Krefeld begann am 22.10.1936 mit der Gründung des Krefelder Eislauf Vereins. Zugleich wurde im Juni 1936 bereits mit dem Bau des Freiluftstadions an der damaligen Hindenburgstraße begonnen. Auftraggeber für den Bau des damaligen “Hindenburgstadions“ war der Kühlhaus-Großhändler Willi Münstermann, der von Beginn an mit dem Krefelder Eishockey eng verbunden sein sollte. Die Pläne für das Freiluftstadions wurden von dem Düsseldorfer Architekten Wilhelm Bose entworfen, jedoch wurde für den Bau der Paul Kessler, ein Krefelder Architekt beauftragt.
Für den Bau des “Hindenburgstadions“ musste Willi Münstermann, das Grundstück auf dem das Freiluftstadion erbaut wurde, von der Stadt Krefeld pachten und nach 50 Jahren, im Jahre 1986 an die Stadt Krefeld zurück geben. Die Einweihung des Stadions erfolgte nach fünfjähriger Bauzeit am 7.11.1936. Zur Eröffnung lud Herr Münstermann das Profiteam der German Canadians zum Eröffnungsspiel ein. Nach der erfolgreichen Eröffnung mit dem restlos ausverkauften Stadion, nahm Willi Münstermann mit den Profiteam aus dem Eishockeymutterland Kanada, den sogenannten German Canadians, sowie zeitgleich mit einer Amateurmannschaft aus Krefeld am Spielbetrieb teil. Die im Volksmund genannten “Krefeld-Kanadier“ finanzierten sich durch Ihre Auslandsreisen zu anderen europäischen und Nordamerikanischen Vereinen von selbst. Nach zwei Jahren war jedoch die Krefelder Amateurmannschaft so gereift und erfolgreich, dass sich die German Canadians auflösten. Natürlich ging der Zweite Weltkrieg auch nicht an Krefeld vorbei und so fand das letzte Eishockeyspiel im Dezember 1939 gegen die Düsseldorfer EG statt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kümmerte sich erneut Willi Münstermann um das Krefelder Eishockey. So überzeugte er die Englische Besatzungsmacht, dass Hindenburgstadion zu renovieren und den Spielbetrieb wieder auf zu nehmen. Während der KEV die erste Rheinische Meisterschaft feiern konnte, entwickelte sich in Krefeld mit dem KTSV Preußen Krefeld, der aus einem Zusammenschluss des VFL Preußen und des Krefelder Turnverein, eine zweite Eishockeymannschaft in der Stadt Krefeld.
Die erste Deutsche Meisterschaft wurde 1951 vom KTSV Preußen Krefeld gewonnen. Die im Endspiel den EV Füssen besiegten. In der nächsten Saison folgte dann der zweite Titel, dieses Mal für den Krefelder EV, der sich im Endspiel gegen den SC Riessersee durch setzten konnte.
Für die im Jahre 1955 in Krefeld stattfindende Eishockeyweltmeisterschaft wurde das Hindenburgstadion erneut renoviert und vergrößert. Zugleich wurde das Hindenburgstadion in die Rheinhalle umbenannt. Das Finale am 7.3.1955 gewann das Team aus Kanada mit einem 5:0 Sieg über die Sbornaja, (Team der UdSSR).
Nach der Weltmeisterschaft hieß es Abschied nehmen von Willi Müntermann, der seine sämtlichen Ämter beim Krefelder EV niederlegte.
Nach dem Ausscheiden von Willi Müntermann ging es in Krefeld mit dem Eishockey auf und ab. So kämpfte der KTSV Preußen Krefeld und der Krefelder EV ums finanzielle überleben. Die Preußen mussten zweimal den Gang in die Zweitklassigkeit hinnehmen und stellten dann im Jahre Juli 1971 den Spielbetrieb komplett ein.
Somit war der Krefelder EV der einzige Eishockeyverein in der Stadt Krefeld. Im Juli 1979 musste der zweite Vorsitzende, Winfried Garthoff die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragen, da in den Bilanzen die Schulden nicht ordnungsgemäß ausgewiesen wurden. Am 4.8.1979 wurde dem Krefelder EV vom Deutschen Eishockey Bund die Lizenz entzogen und der Verein wurde aufgelöst.
Im September 1978 wurde der EHC Krefeld 1978 als Nachfolgeverein des KEV gegründet. Gleichzeitig wurde von Studenten der Fachhochschule Niederrhein der SC Krefeld 1978 e.V. gegründet. Beim SC Krefeld wurde beschlossen, nur Amateureishockey zu spielen. Durch die Neugründung konnte der Spielbetrieb zur Saison 1978/79 in der Regionalliga West aufgenommen werden. Dort war die junge Mannschaft Ihren Gegnern übermächtig und so wurde der Bielefelder RSC mit 48:0 besiegt. Es folgte ein Durchmarsch bis in die 2. Bundesliga zum Ende der Saison 1980/81. Im Jahre 1981 wurde der EHC Krefeld 1978 in den Krefelder EV 81 umbenannt. Nach 11 Jahren in der 2. Bundesliga konnte der KEV 81 in der Saison 1990/91 den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt machen und war somit wieder erstklassig.
Mit der Gründung der Deutschen Eishockey Liga 1994, wurde die erste Mannschaft des Krefelder EV 81 in die Krefeld Pinguine GmbH ausgegliedert. Somit wurde der Spielbetrieb, als eines von 16 Gründungsmitgliedern, in der DEL unter dem Namen Krefeld Pinguine aufgenommen. Die Gründungssaison beendeten die Krefeld Pinguine im Halbfinale. Dort verlor man gegen den EV Landshut. Erster DEL Meister wurden die Kölner Haie.
Der bisher größte Erfolg in der Eishockeygeschichte der Stadt Krefeld, fand mit der Deutschen DEL Meisterschaft im Jahre 2003 statt. In der Rheinischen Finalserie wurden die Kölner Haie besiegt.
Nach dem Gewinn der DEL Meisterschaft konnte die Krefeld Pinguine nicht wieder an den Erfolg anknüpfen. Im Jahre 2005 beschloss die Stadt den Bau einer neuen Multifunktionshalle gegenüber der altehrwürdigen Rheinlandhalle, die den aktuellen DEL Standards nicht mehr entsprach. Am 17.12.2004 erfolge die Eröffnung des Königpalasts.
Im Jahre 2009 wurde der SC Krefeld in den EHC Krefeld Niederrhein e.V. ausgegliedert. Als Beinamen erhielt der Verein den Namen Preußen. Zur Saison 2011/12 wurde die Gründung der Spielgemeinschaft Preußen Krefeld beschlossen. Die Spielgemeinschaft setzt sich aus den EHC Krefeld Niederrhein e.V. und der ersten Mannschaft des Stammvereins des Krefelder EV 81 zusammen. Die Spielgemeinschaft nahm den Spielbetrieb in der Oberliga West auf.
